Einmal im Jahr flattert die Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung ins Haus. Je nachdem, welche Zahl dort steht, beruhigt sie oder beunruhigt sie. Beides ist voreilig. Zwei Dinge werden dabei leicht übersehen.
Erstens: Die genannte Rente ist ein nominaler Wert zu einem bestimmten Zeitpunkt. Was davon nach Berücksichtigung der Inflation zu jenem Zeitpunkt und dann über die nächsten 20, 30 Jahre an echter Kaufkraft übrig bleibt, steht auf dem Papier nicht. Eine Zahl, die heute solide klingt, kann in realer Kaufkraft deutlich kleiner ausfallen, als es auf den ersten Blick scheint. Zudem wird nicht berücksichtigt, dass die spätere Rentenzahlung zu versteuern ist und Sie, wenn Sie gesetzlich krankenversichert sind, auf die spätere Rente noch Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung zahlen müssen. Dieselbe Problematik besteht auch bei allen Jahresinformationen der privaten und betrieblichen Altersvorsorge. Dort werden die späteren Leistungen je nach Vertrag unterschiedlich besteuert und je nach Vertrag auch mit Krankenversicherungsbeiträgen belegt.
Es stellt sich also die Frage: Wie hoch ist meine spätere Rente netto?
Diese Frage lässt sich seriös nur beantworten, wenn alle bestehenden Verträge, Ihre Einkommenssituation und Ihre steuerliche Situation gemeinsam betrachtet werden und dabei auch Inflation und sozialversicherungspflichtige Parameter berücksichtigt werden. Kopfrechnen und Bauchgefühl helfen hier nicht weiter. Stattdessen muss Spezialsoftware eingesetzt werden.
Zweitens: Die Renteninformation sagt nichts darüber, welche Fördermöglichkeiten, etwa betriebliche Altersvorsorge, geförderte private Vorsorge oder ein Altersvorsorgedepot, für Sie tatsächlich sinnvoll sind. Mit der softwaregestützten Rentenplanung lässt sich Ihre Einkommenssituation im Rentenalter darstellen und damit auch ermitteln, welche Form der Altersvorsorge für Sie am sinnvollsten ist. Denn dafür muss bei allen Altersvorsorgemöglichkeiten die Förderung bis zum Rentenbeginn und die Belastung ab Rentenbeginn unter jeweiliger Berücksichtigung der Inflation berechnet werden. Nur dann lässt sich objektiv die für Sie sinnvollste Form der Altersvorsorge ermitteln.